B-Streptokokken-Abstrich

Verbreitet, doch nur für Schwangere gefährlich

Ungefähr 20 - 40% aller Frauen haben eine häufige Bakterienart in der Scheide und/oder im Darm, die als B-Streptokokken bezeichnet werden. Diese Bakterien sind für die erwachsene Frau völlig ungefährlich.

Für ein Neugeborenes stellen B-Streptokokken jedoch eine potentiell tödliche Gefahr dar: Sie können zu einer lebensbedrohlichen Hirnhautentzündung (Meningitis) oder einer über das Blut in den gesamten Körper ausgeschwemmten Allgemeininfektion (Sepsis) führen. Der Volksmund bezeichnet die Sepsis oft fälschlich als "Blutvergiftung".

Ist rechtzeitig, d.h. noch während der späteren Schwangerschaft (34. - 36. Schwangerschaftswoche) bekannt, daß eine Schwangere B-Streptokokken in der Scheide oder im Darm hat, so können diese Keime leicht während der Geburt mit einem Antibiotikum behandelt und die Gefahr einer Infektion des Kindes so deutlich reduziert werden. Zusätzlich werden dann beim Kind unmittelbar nach der Geburt noch Abstriche aus Nase und Ohr entnommen. Falls beim Kind ebenfalls B-Streptokokken nachgewiesen werden, wird auch ein symptomfreies Kind vorbeugend mit einem Antibiotikum behandelt.

Die verwendeten Antibiotika sind lange bekannt, nebenwirkungsarm und sehr gut verträglich; in der Regel wird ein Penicillinpräparat gegeben. Sollten Sie eine bekannte Penicillin-Allergie haben, teilen Sie uns dies bitte unbedingt mit! Dann gibt es ebenso sichere und verträgliche Alternativpräparate.

Wichtig ist, daß eine eventuelle Besiedelung mit B-Streptokokken überhaupt erkannt wird, und dies ist nur durch einen Abstrich aus Scheide und Enddarm zuverlässig möglich.

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