Wird Ihr Kind richtig versorgt?

Neben der Wachstumskontrolle bietet der Ultraschall eine wichtige Möglichkeit, die kindliche Blutströmung und damit die Versorgung durch den Gefäßdoppler genauer zu untersuchen. Dies beruht auf dem physikalischen Doppler-Effekt: Bewegte Teilchen (also hier die Blutkörperchen) reflektieren die Ultraschallwellen mit einer bestimmten Frequenz, die sich von der Sendefrequenz des Schallkopfes unterscheidet, je nachdem, ob sie sich auf den Schallkopf zu- oder von ihm wegbewegen. Diese Frequenz kann mit bestimmten Meßverfahren analysiert und ausgewertet werden.

Aus dem Alltag ist Ihnen allen diese Phänomen bekannt: Denken Sie an ein Einsatzfahrzeug von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst, das mit Blaulicht und Einsatzhorn an Ihnen vorbeifährt. Die Tonhöhe verschiebt sich von höherer zu tieferer Frequenz, wenn das Fahrzeug zunächst auf Sie zu, danach dann von Ihnen wegfährt.

Uns erlaubt der Doppler-Ultraschall, frühzeitig eine sich anbahnende Gefährdung des Kindes zu erkennen. Ist das Doppler-Signal bei einem für die Schwangerschaftswoche kleinen Kind völlig normal, kann zunächst die weitere Entwicklung abgewartet und der Doppler im Abstand von etwa 14 Tagen kontrolliert werden. Bei pathologischem Doppler werden wir immer mit einem Perinatalzentrum zusammenarbeiten und die Kontrollen wesentlich engmaschiger durchführen. Im Einzelfall kann auch eine vorzeitige Entbindung durch Geburtseinleitung oder Kaiserschnitt erforderlich werden. Hierfür ist der Doppler eine unerläßliche Entscheidungshilfe.

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