Der Blick ins Innere ohne Gefährdung

Unser wichtigstes apparativ-diagnostisches Instrument in der Geburtshilfe ist der Ultraschall. Hiermit können wir sehr früh die Schwangerschaft feststellen (etwa ab der 5. Schwangerschaftswoche (SSW) ist eine kleine Fruchthöhle zu sehen, ca. ab der 7. Woche Herzaktionen), Hinweise für Fehlbildungen erkennen und sehen, ob Wachstum und Entwicklung eines Kindes normal verlaufen.  Auch ist oft das Geschlecht schon vor der Geburt mit über 90%iger Wahrscheinlichkeit zu erkennen.

Wichtig ist jedoch, hierbei zu erwähnen, dass auch die beste, modernste Ultraschalldiagnostik keine Gewähr für ein gesundes Kind bieten kann! Es wird immer wieder Fehlbildungen geben, die sich der Diagnostik im Ultraschall entziehen. Sei es, dass es sich um kleine Herzfehler, minimale Spaltbildungen von Gaumen oder Wirbelsäule oder kleine Extremitätenfehlbildungen handelt, sei es, dass die Lage des Kindes beim Ultraschall die Erkennung verhindert - Ultraschall gibt oft entscheidende Hinweise, aber keine Beweise und keine Garantien!

Selbstverständlich arbeiten wir mit mehreren Zentren und Experten für erweiterte Ultraschall- und Fehlbildungsdiagnostik zusammen, um bei Verdacht auf eine nicht normale kindliche Entwicklung frühzeitige Erkennung und evtl. genetische Untersuchung der Chromosomen ab ca. der 11. SSW (Chorionzottenbiopsie) oder später ab der 16. SSW Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) veranlassen zu können. Auch können hier frühzeitig die Weichen für eine Entbindung in einen Perinatalzentrum (d.h. eine Klinik mit angeschlossener Kinderklinik und Frühgeburtenabteilung) gestellt werden.

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